Tips Elektrowerkzeuge

Unterschied bei den Werkzeugaufnahmen SDS, SDS-Plus und SDS-Max

 

 

Eine berechtigte Frage: Es gibt durchaus verschiedene Werkzeugaufnahmen für Elektromaschinen und SDS ist nicht gleich SDS.

 

Das ursprüngliche SDS System bestand aus 2 Nuten am Bohrerschaft.  Die eigentliche Kraftübertragung von der Werkzeugaufnahme auf das Werkzeug (Bohrer oder Meissel) geschieht hierbei über in der Maschine verbaute kleine Walzen, die gerne mal verschleissen.

 

Das danach eingeführte SDS-Plus System hat zusätzlich 2 parallele Führungsnuten die den Antrieb gewährleisten.

 

Im Prinzip handelt es sich bei der SDS-Max Aufnahme um das gleiche System, hierbei ist aber der Durchmesser in der Werkzeugaufnahme verstärkt.

 

Durchmesser SDS-Plus: 10mm    ->    SDS-Max 17,7mm

 

SDS-Max ist für schwere Geräte ab 5 kg gedacht, die für den harten Einsatz ausgelegt sind.


Wechseln der Kohlebürsten bei einem Elektrowerkzeug (Powertool)

 

Wie werden Kohlebürsten richtig eingebaut?

 

Achtung die nachfolgenden Informationen stellen keine Reparaturanleitung dar.  Dazu verwenden Sie bitte Gerätespezifische Unterlagen.

Reparatur von Elektrogeräten nur durch ausgebildete Fachleute. Bei Allen Arbeiten an Elektrogeräten ist der Netzstecker zu ziehen!

 

Je nach Ausführung und Verwendungszweck des Gerätes (Winkelschleifer, oder Stemmhammer) sind verschiedene Motorvarianten verbaut. Viele Geräte unterscheiden sich nur in wenigen Punkten.

Ist die Maschine zerlegt und der Zugriff auf die abgelaufenen Kohlen möglich, müssen diese entweder ausgelötet werden oder  sie sind einfach mit einem kleinen Stecker am Kontakt aufgesteckt. Nachdem die defekten Kohlen entfernt wurden ist zunächst die Maschine von Kohlenstaub zu reinigen. Dies machen Sie am besten im Freien mit Druckluft. Achtung Kohlenstaub nicht einatmen!

Der Kollektor muss vor dem Einsatz der neuen Kohlen untersucht werden. Sind Beschädigungen vorhanden? Brandflecken? Sind die Zwischenräume zwischen den Lamellen sauber und frei von Rückständen? Sind die Lamellen alle „in einer Flucht“ ? Wenn eine Lamelle minimal höher sitzt als die andere ist der Anker defekt. Der Kollektor kann mit Schmiergelstäbchen gereinigt werden.  Eventuell muss er jedoch auf der Drehbank nachgedreht werden. Dabei sollten Sie  die Kugellager gleich mit tauschen. Meistens können Sie mit einem Abzieher heruntergezogen werden.

Die neuen Kohlen müssen sauber in der Führung sitzen ( meist eine Messinghülse ). Sie dürfen nicht zu stramm sitzen, aber auch kein Spiel haben. Wenn die Kohlen zu locker in der Führung sitzen können Sie brechen und einen erheblichen Schaden verursachen. Bei zu strammen Bürsten kann mit einer feinen Feile vorsichtig und gleichmäßig Material abgetragen werden. Die meisten Kohlen sind vorne angeschrägt da Sie versetzt auf der Lauffläche sitzen. Achten Sie darauf dass die Kohlen mit der gesamten Fläche aufliegen und nicht nur mit der schrägen Spitze! Die neuen Kohlen sollten da auf den Kollektor treffen wo die alten Kohlen auch gelaufen sind. Nicht seitlich versetzt oder gar überstehen!

Richtig eingebaut laufen sich die Kohlen recht schnell auf den Kollektor ein. Wenn das Gerät nicht die volle Leistung hat oder Funken sprüht ist etwas falsch und Sie sollten das Gerät sofort wieder abschalten.

Schnell oder einseitig ablaufende Kohlestifte deuten auf einen defekt des Ankers oder der Feldwicklung hin. Sie zeigen keinen Mangel der verbauten Kohlestifte!